Das Ägyptische Museum in Kairo

In dem Ägyptischen Museum in Kairo sind viele der Landesschätze zusammengetragen worden. Seit 1902 kann die Öffentlichkeit diese in einer umfassenden Ausstellung bewundern. Es handelt sich dabei um mehr als 100.000 teilweise sehr wertvolle und historisch einmalige Fundstücke, die für über 4500 Jahre ägyptische Geschichte stehen.

Da das Grab von Pharao Tut Ench Amun eines der wenigen war, das nicht von Grabräubern geplündert wurde, konnten über 3500 Grabbeigaben für die Nachwelt gesichert werden. Allein 1700 Einzelstücke davon sind im Ägyptischen Museum in Kairo ausgestellt.

Tipp: Touristen sollten unbedingt eine Museumsführung mitmachen – beim Alleingang verlieren viele den Überblick und verpassen die spannendsten Sehenswürdigkeiten.

Das historische Highlight ist die weltbekannte Totenmaske von Tut Ench Amun, die aus massiven Gold besteht – auch sein prunkvoller Sarkophag ist hier zu sehen.

Sehr gut erhalten sind z.B. die originalen Spitzen der Pyramiden von Gizeh. Auch weitere Statuen, Mumien oder Überreste von Schiffen sorgen bei den Museumsbesuchern für faszinierte und staunende Blicke.

Seit 1835 setzte sich die ägyptische Regierung dafür ein, die archäologischen Schätze vor weiteren Grabräubern zu sichern. Damals entstand die erste von der Regierung Ägyptens zusammengetragene Sammlung an Kunstwerken. Durch den Einsatz des französischen Ägyptologen Auguste Mariette wurde bereits 1859 das spätere Ägyptische Museum in Kairo gegründet (Eröffnung: 1902).

Hier begann er damit, die zahlreichen und kostbaren Altertümer zu ordnen – zu sichern und zu katalogisieren. So soll er z.B. verhindert haben, dass kostbare Juwelen des Grabschatzes der Königin Ahhotep I. an die französische Kaiserin Eugénie einfach so verschenkt wurden. Damals war der historische Schmuck bei der Weltausstellung 1867 in Paris gezeigt worden.

Für alle die, die an der ägyptischen Geschichte und Kunst interessiert sind, ist das Ägyptische Museum in Kairo ein absolutes Muss! Übrigens: wie in jedem Museum der Welt ist auch hier das Fotografieren mittlerweile verboten.